Trailer und
Musikvideos

HUNDE DER EINSAMKEIT
Der offizielle Trailer

Über fast sieben Jahre erstreckte sich die Arbeit an dem nun präsentierten FilmMusikPoem „Die Hunde der Einsamkeit – Dein Schatten der Abfall – Die Eros Kadaver Show“. Aus der Gepflogenheit des Regisseurs, mit Darstellern seiner jeweiligen Theaterproduktion nach Ablauf einer Inszenierung je eine Filmepisode zu drehen, entwickelte sich eine eigene Methode. So entstand im Laufe der Jahre ein abendfüllendes filmisches Werk, das zugleich auch ein musikalisches ist: Denn parallel zu den Filmarbeiten komponierten und arrangierten Peter Wagner und sein musikalischer Partner, der Gitarrist und Komponist Rainer Paul, Song um Song, die sich als eigenständige Mitspieler dieses FilmMusikPoems präsentieren und auch großteils live zur filmischen Projektion gespielt werden. Entsprechend dazu ist daher auch eine Doppel-CD „Hunde der Einsamkeit“ entstanden, die zugleich mit dem Film vorgestellt wird.

Mitwirkende Live-Performance:
Eveline Rabold – Gesang, Georg Müllner – Bass, Rainer Paul – Gitarren, PeterW. – Live-Einrichtung und Gesang

DarstellerInnen Film: Bella Ban, Heinrich Baumgartner, Julio Becerra Romo, Zoltan Dani, Gerhard Duffek, Tania Golden, Anna Hein, Michael Kuglitsch, Nicole Mühl, Vera Neubauer, Erich Pacher, Sandra Pascal, Peter Raab, Sabrina Rupp, Michael Thomas, PeterW. u.a.

Kamera Film: Stefan Pfleger, Max Leimstättner, Mario Minichmayr

Live-Produktion: Peter Wagner mit Unterstützung des Offenen Hauses Oberwart 2015

Musikvideos

FREMDER

Musikvideo - ohne zusätzliche Sequenzen aus dem Film

 

Text und Musik: Peter Wagner; Samples: Peter Wagner; Gesang: Eveline RaboldVerwendet auch im Film "HUNDE DER EINSAMKEIT - Dein Schatten der Abfall - Die Eros Kadaver Show"

In bewusst gehaltener Schwebe bleibt der Song „Fremder“. Zunächst tragen an Chöre erinnernde Samples die Frauenstimme, die sich sowohl einer möglichen sexuellen als auch einer möglichen religiösen Durchdrungenheit ergibt: In unserem Falle ist beides nicht unterscheidbar, wobei es nicht um sexuelle (Selbst)Unterwerfung unter religiöse Inhalte geht, im Gegenteil. Die Durchdrungenheit von einem Fremden, der in der sexuellen und/oder metaphysischen Begegnung zum Vertrauen wird, ist zugleich auch verbunden mit der Freiheit, den Gast im eigenen Schoß, in der eigenen Seele, als einen ewig auch wieder Fortziehenden, einen niemals restlos zu Vereinnahmenden zu sehen und zu akzeptieren. „Fremder“ ist gedacht als Hymnus an die Freiheit der Begegnung mit dem anderen, die wesenhaft auch das Entlassen des anderen miteinschließt.

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REQUIEM FÜR EINE LEBENDE BOMBE

Musikvideo unter Verwendung von Sequenzen aus dem
Film HUNDE DER EINSAMKEIT.

 

Text, Gesangmelodie und Chor: Peter Wagner; Musik: Florian Lang, Pascal Holper, Aaron Tauss, Rainer Paul; Arrangement: Rainer Paul; Sologesang: Eveline Rabold; Chor: Kammerlchor; Sprecherstimme: Fabio Polli

Der Song trägt der Tatsache Rechnung, dass die gegen den Staat Israel agierenden palästinensischen Selbstmordattentäter tendenziell immer jünger werden – und sich auch immer öfter aus Mädchen und Kindern rekrutieren. Zunächst erzählt der von einem phrygischen Gitarren-Riff unterlegte Gesang von einem Mädchen, das mit einem Bombengürtel „dort drüben“ durch die Gegend geht. Die Bedrohung wird evident in der atmosphärischen Steigerung der Chor-Einwürfe, die zunächst in eine kraftvoll energetische Vorahnung seitens der Gitarren münden, danach in einen Kinderlied-Choral. Gleich aber versucht der Chor, als nicht nur kommentierender, sondern auch agierender Mitspieler im Sinne des griechischen Theaterchors, die dräuende Katastrophe abzuwehren: „Mädchen, Mädchen bleib stehn!“ – vergeblich: Die Explosion ist unausweichlich, die Rache ebenfalls.

Die Rolle der Tänzerin (Anna Hein) wie auch des Schattens (Michael Kuglitsch), wie auch der Roten Frau (Bella Ban) werden allerdings nur aus dem Kontext des Films „Hunde der Einsamkeit“ heraus verständlich. Und das ist gut so: Sie ließen sich ohne diesen nicht erklären - und gehören doch unabdingbar zum Gefüge. Auch des Songs ...

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DÉJÀ-VU

Musikvideo unter Verwendung von Sequenzen aus dem
Film HUNDE DER EINSAMKEIT.

 

Text und Musik: Peter Wagner; Arrangement und Instrumente: Rainer Paul; Gesang: Peter Wagner; Chor-Stimmen:
Eveline Rabold, Bass im Video: Georg Müllner

Der Song versucht musikalisch wie textlich eine Atmosphäre aufzubauen, die in einer Mischung aus dem ewig kraftvollen Aufbruch der Menschheit und dem ewig einsamen, verlorenen, aber unvermeidlichen Zurückkehren in den Schoß seiner schicksalhaften Determiniertheit besteht. Am Ausgangpunkt des Aufbruchs, an dem noch kein Gott eifersüchtig über das Tun seiner Kreatur wachte, steht die Herde in archaischer Dimension. Der Mensch aber kann nicht anders, als sich zu entwickeln, die „Schlucht“ als sein geschütztes Haus zu suchen und die Herde (und sich selbst) schließlich nicht nur zu domestizieren, sondern überhaupt ins Labor seiner Umtriebigkeit zu verbannen. „Du aber bautest Gräber schon aus weißem Stein und nahmst mich, lächelnd, stolz und groß, versenktest gurrend mich in deinen Schoß“ – am Ende, sagt der Song, steht das Grab, und das hat – weil es das ewige Déjà Vu aus unseren tiefsten Antrieben heraus ist - ja vielleicht sogar etwas Tröstliches für sich.

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WER HAT DIE KINDER WEGGEBRACHT?

Musikvideo mit Original-Filmsequenz aus HUNDE DER EINSAMKEIT
Manfred Bockelmann zugeeignet

 

Text und Musik: Peter Wagner; Arrangement und Instrumente: Rainer Paul; Gesang: Eveline Rabold;
DarstellerInnen: Anna Hein, Michael Kuglitsch

Am 4. Feber 2015, dem 20. Jahrestag des Attentats von Oberwart, bei dem 4 junge Roma-Männer getötet wurden, eröffneten Bundespräsident Heinz Fischer und Landeshauptmann Hans Niessl im Offenen Haus Oberwart (OHO) die Ausstellung ZEICHNEN GEGEN DAS VERGESSEN von Manfred Bockelmann. Peter Wagner, der diese Ausstellung über Vermittlung des Historikers Heiner Hammerschlag organisiert hatte, schrieb wenige Tage vor der Eröffnung der Ausstellung Text und Musik zum Song "Wer hat die Kinder weggebracht?", der nicht nur als Hommage an den Künstler gedacht war, sondern auch einen Versuch darstellte, das von den Portraits des Manfred Bockelmann verursachte Gefühl der Betroffenheit in einem gestaltenden Schritt für sich fassbar zu machen.

Zwar hatte Peter Wagner schon nach seinem ersten Besuch in Auschwitz die gleichen Betroffenheitsgefühle im Stück "Gott Kabel, der Stuhl und die Klarheit" zu verarbeiten versucht, nun aber verursachte ihm die Unmittelbarkeit der von Manfred Bockelmann portraitierten Kinder(augen) erneut schlaflose Nächte.

In der Folge entpuppte sich der Song als das fehlende Glied in der Dramaturgie des Films HUNDE DER EINSAMKEIT, sodass letztlich - mit freundlicher Genehmigung von Manfred Bockelmann - auch Portraits aus der Sammlung ZEICHNEN GEGEN DAS VERGESSEN in den Film Einlass gefunden haben. (Siehe dazu auch das auf dieser Seite vorgestellte Musikvideo „Requiem für eine lebende Bombe“, das - nach einem Zwischenspiel - an „Wer hat die Kinder weggebracht?“ anschließt.)

Die zur Uraufführung am 4. Feber 2015 vorgetragene Version wurde von Ferry Janoska für Sängerin und Streichquintett arrangiert. Die hier unter Verwendung von Originalsequenzen des Films vorgestellte Rock-Version, die sich auch auf der Doppel-CD HUNDE DER EINSAMKEIT findet, wurde von Rainer Paul arrangiert und von Eveline Rabold - wie auch schon die "klassische" Version - interpretiert.

Classic Version siehe: https://youtu.be/R47UfD04GAc

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