Videos zu Hunde der Einsamkeit

Galerie der NICHT in den Film aufgenommenen

Videos und Sequenzen

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HUNDE DER EINSAMKEIT - Das Kätzchen und der Krieg

Galerie der NICHT in den Film aufgenommenen Videos und Sequenzen Vol. 1

Der Text des Liedes bezieht sich auf den von Georg W. Bush begonnenen Irakkrieg, datiert also bereits aus dem Jahr 2003. Erst 2010 schrieb Peter Wagner Musik und Melodie zu dem Text und realisierte diesen zunächst alleine, später fügte Rainer Paul einige Gitarrenspuren hinzu.Bereits im Sommer lud er die Tochter seines Computer-Technikers, Magdalena Holzhacker an der Violine und ihre Schwester Hannah am Violoncello zu Tonaufnahmen ein. Folgerichtig entstand daraus auch eine Filmsequenz für "Hunde der Einsamkeit". Gedreht wurde bei Temperaturen um 37 Grad rund um den Fischteich am Csaterberg im Südburgenland, wobei den Regisseur an diesem Ambiente vornehmlich die kahlen, toten Bäume als Metapher für den Tod (in diesem Fall des Kätzchens, das seinerseits eine Metapher ist) interessierten.Im Gesamtgefüge des fertiggestellten "Films" finden sich allerdings nur noch Teile dieses Videos, das hier in der ursprünglichen Version von 2010 vorgestellt wird.Zwischenzeitlich hat der Komponist und Arrangeur Ferry Janoska Hand an das Arrangement der Streichinstrumente gelegt, sodass sich dort und da Bild und Ton (der hier verwendete Soundtrack entstammt der CD "Hunde der Einsamkeit" und wurde im Herbst 2014 aufgenommen) nicht völlig synchron zeigen. Aber wie auch immer ... die Mädels sind toll!

HUNDE DER EINSAMKEIT - Gestatten, Tod

Galerie der NICHT in den Film aufgenommenen Videos und Sequenzen Vol. 2

Im Jahr 1996 verfasste Peter Wagner für die Burgspiele Güssing das Stück "Teufel, Tod und Hex", das er im gleichen Jahr mit einer Hundertschaft von DarstellerInnen auf der Burg inszenierte.Mit dabei war der damals noch nicht zehnjährige Florian Resetarits, der mit weiß geschminktem Gesicht den Tod gab, u.z. beginnend mit den Worten: "Gestatten, Tod mein Name. Vorname: Tod, Nachname: Tod."Anderthalb Jahrzehnte später versuchten sich Florian und PeterW. noch einmal an diesem Text, diesmal in völlig anderem Ambiente. Es wurde auch noch eine weitere Sequenz in einem Keller mit drei Türen gedreht, die eine allegorische jugendliche Todesfigur im Film "Hunde der Einsamkeit" etablieren sollte.Da sich aber die Gesamtkonzeption des Films in den darauffolgenden Jahren jedoch wesentlich änderte, blieb es bei diesen Versuchen. Das ist freilich schade, weil sich Florian ganz ausgezeichnet schlägt. Die g´schmackigen Geräusche am WC wurden freilich von der Postproduction hinzugefügt ...

HUNDE DER EINSAMKEIT - Loch, schwarz

Galerie der NICHT in den Film aufgenommenen Videos und Sequenzen Vol. 3

Der Titel "Loch, schwarz" wurde 1989 für die Doppel-LP "Peter Wagner Fledermäuse" geschrieben und komponiert. Er befasst sich mit einem ewigen Thema: Auch Menschen, die als Tyrannen endeten, haben einmal mit trivialen menschlichen Bedürfnissen und Handlungen begonnen, die noch keinen Hinweis auf ihre spätere Karriere als Schlächter und Massenmörder in sich trugen.
Das Video enthält Material aus der 1989 in Szene gesetzten Bühnenversion der "Fledermäuse" und ist kombiniert mit Sequenzen von 2008 des mittlerweile in komatösem Zustand befindlichen Protagonisten.
Der Regisseur unternahm einige Versuche, den Titel im neuen Arrangement von Rainer Paul und mit dem neuen Namen "Rubikon" in den Film "Hunde der Einsamkeit" zu integrieren - verwarf diese Ansätze jedoch nach der Konkretisierung seines letztendlichen dramaturgischen Ansatzes. Dennoch findet sich der Titel in der Neuversion auf der Doppel-CD "Hunde der Einsamkeit" von Eros Kadaver und sein Fürst (neverlabel 2015)

HUNDE DER EINSAMKEIT - Wo bist du?

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Der Song „Wo bist du?“ war einer der Versuche, für Texte von Peter Wagner, die für die Stimme von Eveline Rabold geschrieben wurden, Komponisten zu finden. Einer, der dafür in Frage kam, war Jan Sokol. Von ihm stammt denn auch die Musik zu diesem Song, der hier - obwohl schon 18 Jahre „alt“ - hier erstmals vorgestellt wird. Die Erstaufnahme, die im Studio von Otmar Weber erfolgte, wurde von Uli Winter an der e-Gitarre, Thomas Stimpfl am Bass und Pascal Holper am Schlagzeug eingespielt.
Gut zehn Jahre später drehte Peter Wagner mit dem Kameramann Mario Minichmayr ein Video zu dem Song, u.z. als autonomes Produkt, das dann allerdings dem Regisseur eine Überlegung, es in „Hunde der Einsamkeit“ aufzunehmen, wert war: Zumal ja der Song auch etwas von menschlichen Beziehungsschwierigkeiten (Die Fische im Aquarium als Metapher für Kälte und die Vergeblichkeit der Suche nach dem anderen) erzählen. Auch die schlafende, vielleicht im Koma liegende Protagonistin bleibt mit ihrer Suche allein, weil in sich isoliert und nicht wirklich fähig, aus sich heraus zu gehen und den Blick nach der Person hinter sich zu richten.

HUNDE DER EINSAMKEIT - Verworfenes Intro

Galerie der NICHT in den Film aufgenommenen Videos und Sequenzen Vol. 5

Dieser Versuch eines Einstiegs in den Film HUNDE DER EINSAMKEIT drückt all die Ratlosigkeit, ja Unbeholfenheit aus, mit der sich der Regisseur im Jahr 2012, in der kritischen Phase der gesamten Filmentwicklung, in seinen Film hinein zu retten versuchte: Einerseits wollte er seinen Figuren einen Start ermöglichen, was sich aber nur als untaugliches Einführungsmuster für den Zuschauer erwies und den Verdacht nährte, er wolle durch den Off-Erzähler nur darüber hinwegtäuschen, dass er seiner filmischen Erzählung nicht traute; andererseits war in jenem Küstenort in Istrien, in dem Peter Wagner einen Monat verbrachte, um dort seinen Roman "Kreuzigungen. Ein Triptychon" zu Ende zu bringen, erstmals die Begegnung mit dem eigenen Schatten als Menetekel für den Zustand unserer Welt erfolgt. Sie sollte in der Folge der Dramaturgie des Film die entscheidende Wende ergeben (siehe dazu "HUNDE DER EINSAMKEIT - Mein Schatten war angekommen - Ausgesparte Sequenzen Vol. 6).

HUNDE DER EINSAMKEIT - Mein Schatten war angekommen

Galerie der NICHT in den Film aufgenommenen Videos und Sequenzen Vol. 6

Während eines fünfwöchigen Aufenthaltes in einem Küstenort auf Istrien, in das sich Peter Wagner im April 2012 zurückgezogen hatte, um eine Romanarbeit abzuschließen (siehe dazu https://youtu.be/r825hpHpL2A - MEXIKO - Impressionen aus "Kreuzigungen. Ein Triptychon"), nahm die inhaltliche Klammer über dem Gespinst aus den schon gedrehten Episoden konkretere Formen an. War es zunächst die Verwunderung über die an den Küsten zurückgelassenen oder von der Bora dort verteilten Mengen an Müll, die den Regisseur in Unruhe versetzten, so geriet speziell an diesen Küsten das Erlebnis des buchstäblich eigenen Schattens über all dem Zurückgelassenen, über all dem Abfall, zur entscheidenden Wende.

Der Grundgedanke bestand in einer gedanklich hypothetischen Umkehrung: Der Schatten folgt nicht dem Menschen, der Mensch folgt seinem Schatten. Das Entscheidende und letztlich Gültige in der Wechselwirkung zwischen Mensch und Welt ist immer das, was der Mensch in die Welt wirft, nicht er selbst.

Was aber, wenn sich dieses Geworfene von ihm löst und entfernt, sozusagen abfällt von ihm und sich verselbständigt?

Der hier gezeigte Versuch des Regisseurs, den Schatten als projektiven Umriss des Menschen über all seinem Müll mit der Entwicklung der bisherigen Episoden zu verquicken, erwiesen sich als allzu flach ausgestellte Metaphorik. Insofern wuchs das Bedürfnis, der zur poetischen Autorität des Films gereiften Funktion des Schattens einen dramaturgisch signifikanten Part zu verordnen, ihn aus seiner verdeckten Rolle als sentimentale, entlaufende Leitfigur insofern ans Tageslicht zu holen, als sie nun auch tatsächlich über eine Sichtbarkeit, ja eine eigene Körperlichkeit verfügte.